Skulpturenpark Köln

 
KölnSkulptur #7
Teilnehmende Künstler
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Ulrich Rückriem
Ulrich Rückriem
Ohne Titel, 2001, Granit (Rosa Porriño)

Dauerleihgabe Michael und Eleonore Stoffel Stiftung
Vertreten in KölnSkulptur 3 4 5 6 7 8
Mit mehr als 100 Einzelausstellungen und zahlreichen Teilnahmen an den wichtigsten Gruppenausstellungen wie der documenta, der Biennale von Venedig oder Skulptur Projekte Münster zählt Ulrich Rückriem (*1938 in Düsseldorf) zu den wichtigsten Bildhauern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bereits in den 1960er-Jahren war er einer der interessantesten Vertreter des Minimalismus in Europa. Er beeinflusste maßgeblich die Entwicklung der modernen Bildhauerei, indem er sich vollends von den klassischen Motiven und Techniken traditioneller figurativer Plastik abwandte, um die grundlegenden Probleme von Skulptur auszuloten: Größe, Volumen, Material und ihre Beziehung zum sie umgebenden Raum.
Ulrich Rückriem
Granit schwarz, Schweden, gespalten, geschnitten, geschliffen, 1986

Dauerleihgabe Michael und Eleonore Stoffel Stiftung
Vertreten in KölnSkulptur 6 7 8

Ulrich Rückriem kann im Ensemble der Sammlung als derjenige Bildhauer angesehen werden, der die Nachvollziehbarkeit eines Werkes und seines Entstehungsprozesses zum Bestandteil von Skulptur gemacht hat. Die schwarze Granitskulptur zeigt alle möglichen technischen Gestaltungsmethoden, das Spalten, Schneiden und Schleifen des Steins und fügt die Teilvolumen dann wieder zu einem Block zusammen, aus dem heraus im Inneren die größtmögliche geometrische Grundform durch Teilungsabfolgen geschaffen wurde. Sein Werk, das durch eine weitere Skulptur aus Granit hier im Park vertreten ist, kann als konzeptionelle Matrix für die Konzeption der Neugestaltung und als Leitmotiv für die Einladung jüngerer Künstler und ihrer heutigen künstlerischen Konzeptionen angesehen werden.


Ulrich Rückriem lebt und arbeitet in London.

Ulrich Rückriem, Bleu de Vire
Granit Bleu de Vire, gespalten, 1982

Dauerleihgabe Michael und Eleonore Stoffel Stiftung
Vertreten in KölnSkulptur 7
Ulrich Rückriems (*1938 in Düsseldorf) Œuvre ist durch die Beschäftigung mit dem steinernen Block geprägt. Handwerkliche Bearbeitung und das Herausbrechen des Werkstücks aus dem Steinbruch sind für diese Ästhetik entscheidend. Um den Eindruck der Festigkeit zu stärken, verzichtet Rückriem auf den Sockel. Die Aufstellung betont die Standfestigkeit und den tektonischen Block. Im Skulpturenpark Köln sind die Steine in den Boden eingelassen. Sie wachsen als stumme Stelen aus dem Grund.  "Granit Bleu de Vire" ist ein Ensemble aus vier Steinen, das auf quadratischem Grundriss gestellt ist. Die Titel von Rückriems Werken beziehen sich auf Herkunft, Steinsorte und Technik. Die Blöcke sind von gleichem Maß und dennoch durch Oberflächenbeschaffenheit und Bruch individualisiert. Die Leerstellen dazwischen sind vergrößerte Fugen und negative Passformen des Steins. Zugleich sind sie schmale Engpässe und Lichtführungen eines vierteiligen Monumentgartens.
 
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